Über Haidhausen

Haidhausen wird oft als das schönste Stadtviertel in Haidhausen bezeichnet. Und was soll man sagen… die Leute haben recht.

Erstmals urkunlich erwähnt wurde „Haidhusir“ (Häuser auf der Heide) im Jahr 808 als Ansiedlung mit einer Kirche. Offiziell eingemeindet wurde Haidhausen am 01. Oktober 1854 gemeinsam mit der Au und Giesing.

 

Lage

Die beiden Stadtteile bilden zusammen den Stadtbezirk 5 – München Au-Haidhausen. Im Süden grenzt Haidhausen an die Au, im Norden an Bogenhausen, im Osten schliesst Berg am Laim an. Das Hochufer der Isar, das lange von Brauereien zur Bierkühlung verwendet wurde bildet heute die westliche Grenze. Die nördliche Stadtteilgrenze bildet die Prinzregentenstraße, nach Osten hin hat das Viertel seine Grenze zwischen Vogelweideplatz, Wertstoffhof und dem Straßenbahndepot (inkl. dem gesamten Bahnkörper) am Leuchtenbergring. In südlicher Richtung wird Haidhausen durch den die Strassenzüge Rosenheimerstrasse, Hochstrasse, Rablstrasse und Balanstrasse zur Au hin abgegrenzt.

Heute erreicht man Haidhausen ganz bequem mit dem Auto oder der S-Bahn. Früher war das nicht ganz so leicht. Damals musste man über den so genannten gaachen Steig (Bedeutung: sehr steiler Weg) der heute wohl nur noch den Radfahrern zu schaffen macht. Im Laufe der Zeit wurde aus dem gaachen Steig der Begriff Gasteig. Dort findet man heute unter dem selben Namen eines der bekanntesten Kulturzentren Münchens. Von wirtschaftlicher Bedeutung waren in der Entstehungszeit hauptsächlich der lehmhaltige Boden der für die Herstellung von Lehmziegeln verwendet wurden. Wer auf dem Salzweg München kam durchquerte auch Haidhausen da er in der damaligen Zeit mitten hindurch führte. Bis ins Jahr 1612 politisch Wolfratshausen zugehörig wurde erst in den Jahren zwischen 1612 und 1662 zusammen mit Giesing und dem damaligen Dorf mit dem „Gericht ob der Au“ eine eigene Verwaltung gebildet. Diese war aktiv bis es im Jahr 1692 an den Freiherrn von Leiblfing über ging. Unter bayrische Verwaltung wurde das schon damals florierende Viertel im Jahr 1826 gestellt.

Das heutige Haidhausen hat eine Fläche von 421,96 ha

 

Haidhausens Geschichte im Überblick

  • 808 n. Chr.  – erste urkundliche Erwähnung
  • 1612 – Haidhausen ist politisch Wolfratshausen zugeordnet
  • 1962 – Fällt Haidhausen an den Freiherrn von Leiblfing
  • 1826 – Geht Haidhausen an die bayrische Verwaltung über
  • 1835 – Ist die Marke von 10.000 Einwohnern erreicht
  • 01. Oktober 1954 – Offizielle Eingemeindung bei der Stadt München
  • 1871 – Nach 2 jähriger Bauzeit wird der Haidhauser Bahnhof eröffnet
  • 1910 – Haidhausen hat über 60.000 Einwohner
  • 05. Mai 1919 – Unbescholtene Perlacher Bürger werden nach Zerschlagung der Münchner Räterepublik im Gastgarten des Hofbräukellers erschossen.
  • 16. Oktober 1919 – Adolf Hitler hält vor 111 Besuchern im Hofbräukeller seine erste politische Rede
  • 08. November 1923 – Adolf Hitler ruft im Bürgerbräukeller die „Nationale  Revulotion aus
  • 31. Dezember 2012 – Haidhausen hat 58.881 Einwohner
  • 2013 – 59.403 Einwohner bevölkern das Stadtviertel

Zahlen, Daten, Fakten

Im Jahr 2013 hatte Haidhausen durchschnittlich 59.403 Einwohner, davon waren 15.385 Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. 828 Haidhausener erblickten im Jahr 2013 das Licht der Welt, und 467 verliessen das Stadtviertel für immer. Dadurch hat das ehemalige Glasscherbenviertel eine der höchsten Bevölkerungsdichten mit ca. 140 Bewohnern pro Hektar.

Laut einer Erhebung zum 31.12.2012 habe es in Haidhausen 34.709 Haushalte. Diese teilten sich folgendermassen auf:

  • 20.912 Einpersonenhaushalte (60,2%)
  • 7.868 Haushalte mit 2 Personen (22,7%)
  • 3.179 Haushalte mit 3 Personen (9,2%)
  • 1999 Haushalte mit 4 Personen (5,8%)
  • 751 Haushalte mit 5 und mehr Personen (2,2%)

In 5.230 Haushalten (15,1%) lebten laut der Erhebung Kinder. Davon:

  • 3314 in deutsche Familien
  • 1417 in deutsch/ausländische Familien
  • 499 in ausländische Familien
  • 1189 bei Alleinerziehenden Elternteilen

Ganze 59,3 % der Haushalte haben ein Kind, in 33,6 % der Familien darf sich der Nachwuchs mit Geschwistern herumschlagen. In 5,9 % der Familien gibt es 3 Kinder und in 1,3 % der Familien war der Storch 4 mal oder öfter zu Besuch.

Mit einem Ausländeranteil von ca. 22 % liegt Haidhausen etwas unter dem normalen Münchner Durchschnitt, trotzem kann man das Multi-Kulti-Flair hier an jeder Ecke spüren.

Zum Zeitpunkt der Erhebung kümmerten sich 21 Betriebe mit 5504 Betten um die 615.508 ankommenden Touristen und Geschäftsleute. Dadurch kamen instgesamt 1.194.951 Übernachtungen zustande.

 

Das Franzosenviertel in Haidhausen

Als Franzosenviertel bezeichnet man nur einen kleinen Teil Haidhausens. Der Orleansplatz ist die Basis der symetrisch angeordnete Dreistrahlanlage des Viertels. Die Mittelachse der sternförmigen Anordnung bildet die Wörthstrasse mit dem Bordeauxplatz. Die Weißenburger Strasse und die Belfortstrasse bilden in dem Entwurf die Diagonalen. Seinen Namen verdankt das Viertel dem deutsch / französischen Krieg 1870 / 71 da viele Strassen nach den Orten siegreicher Schlachten aus diesem Krieg benannt wurden.

Im Jahr 1871 wurde nach zweijähriger Bauzeit der damalige „Haidhauser Bahnhof“ (heute Ostbahnhof) eröffnet. Damals war das Gelände des heutigen Franzosenviertels zwischen den Bahnanlagen, der Rosenheimer Strasse, Milchstrasse, Steinstrasse und der Preysingstrasse noch nicht bebaut. Arnold von Zenetti entwarf damals einen Stadterweiterungsplan für „die Strassenzüge zum Braunauer Hof“ wie er in der Gründerzeit üblich war. 1872 wurden in den Wiesen („Auf den Lüften) die ersten Strassen angelegt. Um günstigen Wohnraum für arme Bevölkerungsschichten zu schaffen wurde im Franzosenviertel ungewöhnlich eng gebaut. Dadurch entstand bis um 1900 eines der am dichtesten besiedelten Wohngebiete Münchens.

Noch heute findet man im Franzosenviertel in Haidhausen einen für München mit rund 2/3 der Bausubstanz außergewöhnlich hohen Anteil an Bauwerken aus der Zeit vor 1914. Besonders viele Bauwerke im Franzosenviertel sind der Stil der Neurenaissance (ca. 1880) und des Neubarok (um 1890) erbaut was dem Viertel noch heute einen ganz besonderen Charme verleiht. Das ehemalige Glasscherbenviertel in dem größtenteils Handwerker und Arbeiter ihr zuhause hatten hat sich seit seiner Entstehung sehr positiv entwickelt. In den 70er Jahren wurden an vielen Häusern umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig. Diese brachten auch einen Strukkturwandel mit sich der das Leben im Viertel grundlegend veränderte. Viele Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz was sicherlich ein Grund dafür ist das das Franzosenviertel in Haidhausen heute eines der  beliebtesten Wohnvierteln in München und absolutes IN-Viertel für Szene Gänger ist.

 

Kirchen in Haidhausen

In Haidhausen gibt es mehr Kirchen als in einigen anderen Stadtvierteln. Nicht nur Sonntags kann man das sehr deutlich hören. Alte Kirchen, aber auch neue Kirchenbauten laden zum beten und bewundern ein. Die bekanntesten Kirchen in Haidhausen sind:

  • Kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist
  • Kath. Pfarrkirche St. Wolfgang
  • Ev.-luth. Pfarrkirche St. Johannes
  • Kath. Pfarrkirche St. Gabriel
  • Kath. Pfarrkirche Alte Haidhauser Kirche

Aber es gibt noch einige mehr, hier findest Du eine Übersicht über alle Kirchen in Haidhausen.

 

Über Mein-Haidhausen.de

Seit über 8 Jahren lebe ich jetzt in Haidhausen. Und ich fühle mich hier jeden Tag ein Stück wohler. Da ich mich schon seit einigen Jahren mit der Erstellung und Optimierung von Internetseiten beschäftige dachte ich das es an der Zeit ist das ich auch einmal eine Seite über „Mein Haidhausen“ erstelle. Und Voila, hier ist sie. Natürlich ist mir bewusst das ich wohl niemals ganz Haidhausen erfassen und über jeden interessanten Ort hier im Stadtviertel etwas schreiben kann. Ich hoffe die Seite macht trotzdem Spaß und hilft vielleicht auch ein wenig mehr über Geschichte und aktuelles aus Haidhausen zu erfahren.

Über Hilfe bei dem Projekt würde ich mich natürlich sehr freuen. Wer Lust hat Haidhausen Stück für Stück zu erfassen und interessante Storys aus unserem Stadtviertel aufzuschreiben kann sich sehr gerne bei mir melden.

Auf Mein-Haidhausen.de geht es aber nicht nur um Geschichte und interessante Orte. Auch für die vielen Geschäfte, Restaurants, Cafes und Kneipen aber auch alle anderen Geschäfte in Haidhausen soll die Seite eine Plattform sein. Geschäftsinhaber die interesse daran haben ihren Betrieb auf Mein-Haidhausen.de kostenlos zu präsentieren können gerne mit mir Kontakt aufnehmen um näheres zu besprechen.